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Der raue Umgangston, die Unmenschlichkeit von Pflegern, Schwestern und Ärzten schockieren in deutschen Krankenhäusern

 

Die katastrophalen Zustände in deutschen Krankenhäusern sind seit Jahren ein bekannter und immer wieder angeprangerter Missstand. Auf den ersten Blick liefern Enthüllungsjournalist Günter Wallraff und sein RTL-Team nichts wirklich Neues. Doch es sind die Authentizität, das Miterleben der Einzelschicksale und die Verzweiflung der Akteure, die einen als Zuschauer regelrecht depressiv werden lassen. Es wird einem mit voller Wucht bewusst, dass jeder schon morgen eines der Opfer sein kann.

 

Für Mitgefühl hat niemand Zeit

 

RTL-Redakteurin Pia Osterhaus arbeitet beim ersten ihrer Undercover-Einsatz als stationäre Pflegepraktikantin in einer chirurgischen Station des städtischen Klinikums Harlaching, das aufgrund von finanziellen Problemen immer wieder in den Schlagzeilen steht. In den nächsten Jahren sollen dort 1.600 von 8.000 Stellen gestrichen wird.

 

Der Zuschauer erlebt mit, wie ein dementer Mann, der wegen massiven Durchfällen im Krankenhaus ist, entgegen seines Wunsches nicht auf die Toilette darf, sondern in Windel gepackt wird, da das Personal keine Zeit hat.

 

Auch wird die unerfahrene und überforderte Pflegepraktikantin bereits an ihrem ersten Tag alleine auf Patienten losgelassen. Die Szenen sind bedrückend, die Ärzte und die Pfleger gehen oft hart und unmenschlich mit den Patienten um. Da wird einem alten Mann vom Arzt fast im Vorbeigehen mitgeteilt, dass seine Zehen amputiert werden müssen. Kein einziges mitfühlendes Wort.

 

Auch die medizinischen Instrumente weisen große Mängel auf. Bei einem jungen Lungen-Patienten funktioniert die Absaugpumpe, die das Wundwasser absaugen soll, nicht richtig. Das kann zu schweren Infektionen oder Lungenschäden führen.

 

Der Mann hat große Schmerzen, der Arzt fährt den zuständigen Pfleger an, der es einfach zeitlich nicht geschafft hat, die Pumpe zu überprüfen, weil er gleichzeitig noch neun Patienten für die OP bereit machen musste. Oft reicht auch eine Nichtigkeit und der Frust entlädt sich am Patienten. "Ich fick dich, du Tauber", raunt eine Schwester einen demenzkranken Mann an, weil der nicht auf sie reagiert.

Die Dauerüberlastung bekommt die Reporterin auch in den Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden zu spüren. Das Krankenhaus steht tief in den roten Zahlen, in den vergangenen Jahren wurden 300 Stellen abgebaut. Der Druck ist groß, Gewinn zu machen. Die Notaufnahme ist vollkommen unterbesetzt.

 

Eine Schwester erzählt der Reporterin, dass sich das Krankenhaus "zu Tode spart", reine Fließbandarbeit. Ein Mann, der Krebs hat und wegen starken Schmerzen eingeliefert wurde, liegt seit drei Stunden auf dem Gang, niemand kümmert sich um ihn.

 

"Mit kranken Menschen kann man kein Geld machen."

 

Die Krankenhausmitarbeiter arbeiten alle am Limit. Ein Pfleger muss während seiner Schicht selbst wegen Kreislaufproblemen behandelt werden. Der Personalnotstand ist nur durch Überstunden zu meistern. Auch die Hygiene ist katastrophal, gebrauchte Tragen werden ohne Desinfektion wieder benutzt. Eine Mitarbeiterin bringt es auf den Punkt: "Mit kranken Menschen kann man kein Geld machen."

Bei ihrem dritten und letzten Undercover-Einsatz arbeitet Pia Osterhaus als Praktikantin auf einer Krebsstation im Helios Klinikum Berlin Buch, laut RTL das "Vorzeigehaus" der Klinikbetreibers. Die Reporterin beobachtet, wie ein Patient mit einem multiresistenten Krankenhauskeim ohne Mundschutz und sonstige Schutzvorkehrungen sich im Wartebereich zu immungeschwächten Patienten setzt, die eine Chemotherapie bekommen.

 

Aus Krankenhäuser wieder Orte der Menschlichkeit machen

 

Die "Team Wallraff"-Reportage nimmt einen mit, die Patienten, aber auch die Mitarbeiter tun einfach leid. Der raue Umgangston, die Unmenschlichkeit von Pflegern, Schwestern und Ärzten schockieren. Ein Aufschrei in der Bevölkerung ist nötig, das zumindest scheint nach dieser Reportage klar. Wird es diesen geben? Fraglich in einer Zeit, in der es so viele Krisen zu bewältigen gibt. Die Enthüllungen sind zwar spektakulär, aber nicht neu, sodass wohl auch das Medienecho überschaubar sein wird. Leider.

 

Wallraff wollte Gesundheitsminister Hermann Gröhe mit der Reportage konfrontieren. Laut RTL hatte er aus terminlichen Gründen keine Zeit. Wallraff selbst wirkt am Ende seiner Reportage hilflos und kann nur appellieren: Aus Krankenhäuser wieder Orte der Menschlichkeit zu machen. Vielleicht hat Minister Gröhe immerhin die Reportage gesehen.

 

Quelle: gmx

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„Hass baut Mauern – Menschlichkeit reißt sie ein.“

Deutschland

 

Insgesamt ist das Arbeitsumfeld für Journalisten in Deutschland gut.

Aber auch hier wurden in den vergangenen Jahren Journalisten staatlich überwacht, etwa, wenn sie in der rechtsextremen Szene recherchierten.

Während der öffentlich-rechtliche Rundfunk gebührenfinanziert wird, müssen immer mehr Zeitungen ums Überleben kämpfen.

Die Anzahl der Zeitungen mit eigener Vollredaktion geht zurück.

Der Zugang zu Behörden-informationen ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt und mit Zeit und Kosten verbunden.

Journalisten werden von Rechtsextremen und Salafisten angegriffen.

Dummheit, Unzufriedenheit, Rache- und Bereicherungssucht waren schon immer ein guter Nährboden für Hass und Leid, die Hexenjagd im Mittelalter, das systematische Ermorden der Juden usw.

Ich habe eigentlich geglaubt wir wären schon weiter und fallen nicht in die grausame Vergangenheit zurück.

Unsere wunderbare Bewegung wurde von all denjenigen aufgebaut, die unterzeichnen -- und dann wieder unterzeichnen, eine Kampagne teilen, eine Nachricht versenden, vielleicht einen Anruf tätigen, spenden, oder bei einer Demo mitmachen.

Doch was bringt uns dazu? War es eine Erfahrung, die wir gemacht haben, oder jemand bestimmtes in unserem Leben?

 

Teilen wir unsere Geschichten darüber, was oder wer uns dazu inspiriert hat, zu hoffen und zu handeln.

Die Zeit in der wir leben verlangt von uns, dass wir für unsere Gemeinschaften und unsere Welt da sind. Inspirieren wir einander, genau das zu tun.

Ein Buch von Jayden T. Barrier in den Händen zu halten und es zu lesen gleicht immer wieder einer wunder-baren und traumhaft schönen Reise.             

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Wer das Recht bricht, kann es nicht schützen.

 

Wenn sich eine Rechtsprechung entwickelt, die nichts mehr zu tun hat mit den moralischen Empfindungen der Bürgerinnen und Bürger, dann verliert die Justiz ihren Anspruch Urteile “Im Namen des Volkes” zu sprechen.

 

Neben den REPORTERN OHNE GRENZEN gibt es nun eine äußerst interessante Gesellschaft für Bürger - die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF). Sie schreibt:

 

"Wir verteidigen die Freiheitsrechte gegen Eingriffe und Verletzungen seitens des Staates. Jeder Mensch hat zum Beispiel das Recht darauf, dass seine vertrauliche Kommunikation geschützt wird. Die Überwachung unverdächtiger Menschen und Datensammeln im großen Stil sind mit den Menschenrechten nicht vereinbar".

 

Die GFF betreibt strategische Prozessführung mit einem klaren Fokus: Wir stärken die Freiheitsrechte gegen staatliche Verletzungen.

Wer in der Demokratie einschläft, wacht in der Diktatur auf

Einreiseverbote, hetzerische Parolen, Hass und Ablehnung: Willkürlich werden Menschen beurteilt, ausgegrenzt und gebrandmarkt.

Eine schreckliche Erfahrung. Vor allem für diejenigen, die vor Diskriminierung, Krieg und Gräueltaten fliehen und Schutz verdienen. Wir geben den Glauben an Liebe, Solidarität und Mitmenschlichkeit nicht auf.

Das schlimmste, was Dir passieren kann, ist an einen Menschen zu geraten, der durch seinen Egoismus andere Menschen verletzt, verarscht und kaputt macht, sich dabei gut fühlt und sich keiner Schuld bewußt ist - Menschen dieser Art, kann man nur wünschen, dass sie an einen noch egoistischeren Menschen kommen, um das zu erfahren, was sie anderen damit antun.

Wichtiger Hinweis:

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ISBN-Nr.: 978-3-86461-030-1, 106 Seiten,  Hochglanz-Cover,

EUR  17,70

 

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