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Schlechte Nachricht wegen einer Panne: The Ocean Cleanup muss zurück an Land

von Kategorien: Umweltschutz

 

The Ocean Cleanup

Foto: © The Ocean Cleanup

 

Das neue Jahr beginnt für The Ocean Cleanup mit einem Rückschlag: Das Unternehmen holt sein Meeressäuberungsgerät aus dem Pazifischen Müllstrudel zurück. Der Meeresstaubsauger hat einen Defekt, der behoben werden muss.

Seit Mitte Oktober ist der erste Meeresstaubsauger namens „System 001“ beziehungsweise „Wilson“ im Einsatz. Nach nur knapp zweieinhalb Monaten im Ozean muss Wilson nun jedoch wieder zurück. Am 29. Dezember hatte das Team von The Ocean Cleanup entdeckt, dass sich ein 18-Meter langes Endstück des Geräts vom Rest des Systems abgetrennt hatte.

Das abgetrennte Stück ist zwar nicht verloren gegangen, da es noch durch Stabilisatoren an Wilson fixiert ist. Allerdings sind an ihm Sensoren befestigt – die Kommunikation mit den Sensoren und Satelliten ist nun gestört. Das Team holt den Meeresstaubsauger deshalb zurück.

 

 The Ocean Cleanup: „Wir sind deprimiert“

 

„Wir sind natürlich ziemlich deprimiert darüber, da wir 1. gehofft hatten, länger draußen zu bleiben und mehr Daten über die Interaktionen von Plastik mit dem System zu sammeln und 2. es nun eine neue Herausforderung gibt, die gelöst werden muss. Gleichzeitig wissen wir, dass Rückschläge wie diese unvermeidbar sind, wenn man neue Technologien in hoher Geschwindigkeit auf den Weg bringt“, heißt es auf der Webseite von The Ocean Cleanup.

Warum sich das Endstück vom System abgetrennt hatte, ist unklar. Wahrscheinlich sei, dass Materialermüdung und starker Druck zu einem Bruch geführt hatten.

 

The Ocean Cleanup muss mehrere Probleme beheben

 

The Ocean Cleanup Video

Das Gerät von The Ocean Cleanup aus der Nähe. (Foto: Screenshot YouTube The Ocean Cleanup)

 

Ein Schiff wird das rund 600 Meter lange Gerät nun wieder zurück zu einem Hafen schleppen. Die folgenden Wochen und Monate will das Team von The Ocean Cleanup das System verbessern und die Schwachstellen beheben.

Neben dem abgetrennten Endstück gibt es noch eine weitere Herausforderung: System 001 hat zwar erfolgreich Plastik aus dem Wasser gefischt. Immer wieder gelang aufgefischtes Plastik wieder zurück ins Wasser, bevor es abtransportiert werden konnte. Auch dieses Problem soll The Ocean Cleanup lösen.

 

Das sagt CEO Boyan Slat

 

Boyan Slat, der Gründer von The Ocean Cleanup.

Boyan Slat. (Foto: © The Ocean Cleanup)

 

Ganz erfolglos war Wilson im Pazifischen Müllstrudel aber nicht. Das dazugehörige Transportschiff kommt mit 2000 Kilogramm aufgefischtem Plastik zurück. Ein Großteil davon hat Wilson aus dem Meer gefischt, mit dabei sind außerdem Geisternetze, die das Team unterwegs aufgesammelt hat. Zum Vergleich: Sobald System 001 wie geplant funktioniert, soll es 1000 Kilogramm Plastikmüll pro Woche aus dem Wasser ziehen.

Die Enttäuschung ist auch bei CEO Boyan Slat groß – aber der erste Misserfolg bedeutet nicht das Ende von The Ocean Cleanup. Slat tweetete am 31. Dezember: „Ich hatte auf ein besseres Ende für dieses Jahr gehofft, aber ich bin zuversichtlich, dass wir The Ocean Cleanup 2019 voll funktionsfähig bekommen.“

von Kategorien: Umweltschutz

 

ocean clean up

Foto: © The Ocean Cleanup

 

Der Meeresstaubsauger von The Ocean Cleanup war seit Mitte Oktober im Einsatz – das Unternehmen holt ihn nun jedoch wieder zurück an Land. Der Grund: technische Probleme und eine Panne. 

 

„System 001“ beziehungsweise „Wilson“ – so heißt der Meeresstaubsauger von The Ocean Cleanup. Er hat bereits erfolgreich Plastik aus dem Wasser gefischt. Allerdings arbeitet das System noch nicht so, wie es soll.

 

Immer wieder gelangt aufgefischtes Plastik wieder zurück ins Wasser, bevor es abtransportiert werden kann. Die Ingenieure können bislang nicht nachvollziehen, wann und wieso das passiert.

 

Ein noch viel größeres Problem: Am 29. Dezember entdeckte The Ocean Cleanup, dass sich ein 18-Meter langes Endstück des Geräts vom Rest des Systems abgetrennt hat. Das abgetrennte Stück ist zwar nicht verloren gegangen, da es noch durch Stabilisatoren fixiert ist. Allerdings sind an ihm Sensoren befestigt – die Kommunikation mit den Sensoren und Satelliten ist gestört. Das Team holt den Meeresstaubsauger deshalb zurück.

 

Ist The Ocean Cleanup am Ende?

 

Jetzt geht es darum, System 001 zu reparieren und die Schwachstellen zu beheben. „Wir sind natürlich ziemlich deprimiert darüber, da wir 1. gehofft hatten, länger draußen zu bleiben und mehr Daten über die Interaktionen von Plastik mit dem System zu sammeln und 2. es nun eine neue Herausforderung gibt, die gelöst werden muss. Gleichzeitig wissen wir, dass Rückschläge wie diese unvermeidbar sind, wenn man neue Technologien in hoher Geschwindigkeit auf den Weg bringt“, heißt es auf der Webseite von The Ocean Cleanup.

CEO Boyan Slat tweetete am 31. Dezember: „Ich hatte auf ein besseres Ende für dieses Jahr gehofft, aber ich bin zuversichtlich, dass wir The Ocean Cleanup 2019 voll funktionsfähig bekommen.“

Der Pazifische Müllstrudel

 

The Ocean Cleanup Plastik

Das erste Plastik, das The Ocean Cleanup herausgefischt hat. (Foto: © Boyan Slat / The Ocean Cleanup)

 

Wenn der Meeresstaubsauger voll funktionsfähig ist, soll er 1000 Kilo Plastikmülls pro Woche absaugen – angefangen beim Pazifischen Müllstrudel. Der Strudel stellt die weltweit größte bekannte Ansammlung von (Plastik-)Müll in den Meeren dar. Neuesten Erkenntnissen zufolge soll der Müllstrudel zwischen Kalifornien und Hawaii bereits rund fünfmal so groß wie Deutschland sein und 1,8 Billionen Plastikteile enthalten. 

 

Um das Plastik aufzusammeln, ist das Gerät von The Ocean Cleanup mit Fangarmen ausgestattet. Die „Arme“ sind dabei lange Röhren. Eine Verlängerung nach unten funktioniert wie eine Art Sieb, das Müll an der Meeresoberfläche abfischt. Damit der Meeresstaubsauger nicht unkontrolliert im Meer herumtreibt, wird er von einer im Wasser treibenden Ankerkonstruktion an Ort und Stelle gehalten.

 

The Ocean Cleanup live verfolgen

 

Meeresstaubsauger The Ocean Cleanup.

Der „Meeresstaubsauger“ von The Ocean Cleanup (Foto: © The Ocean Cleanup)

 

Für Fische soll das Gerät ungefährlich sein, da sie unter den Fangarmen durchschwimmen können. Bislang gab es noch keine Interaktionen oder Zusammenstöße mit Meereslebewesen, teilte The Ocean Cleanup mit. Der Plastikmüll, der an den Armen hängenbleibt, wird in regelmäßigen Abständen von Booten aufgesammelt und dann recycelt. Mikroplastik kann der Staubsauger aber nicht auffangen.

Boyan Slat: Der Gründer von The Ocean Cleanup

 

The Ocean Cleanup ist wohl das bekannteste Meeressäuberungsprojekt. 2013 hatte der damals 18-jährige Boyan Slat das Unternehmen gegründet. Spätestens nach seinem Ted-Talk 2014 erhielten Boyan Slat und sein Start-up internationale Bekanntheit. Inzwischen ist Slat 24 Jahre alt – und hat ein großes Team hinter sich.

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