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Reporter ohne Grenzen e.V.

Reporter ohne Grenzen hat einen Neuen!

Der neue ROG-Vorstand (von links): Michael Rediske, Gemma Pörzgen, Matthias Spielkamp, Katja Gloger, Martin Kaul. © Reporter ohne Grenzen

Pressefreiheit im Oktober

Vor zwei Wochen, am 26. September, hat die Mitgliederversammlung von Reporter ohne Grenzen turnusgemäß den fünfköpfigen Vorstand gewählt. Neu als Co-Vorstandssprecherin ist Katja Gloger. Die STERN-Autorin und frühere Russlandkorrespondentin war bisher Beisitzerin in dem Gremium. 
Wieder gewählt wurde Michael Rediske, der das Sprecheramt seit der Gründung 1994 ausübt. Bestätigt wurden als Beisitzer die freie Journalistin Gemma Pörzgen und Matthias Spielkamp, Mitgründer von AlgorithmWatch und Mitgründer und Herausgeber des Internetdienstes iRights.info. 

Als neues Vorstandsmitglied begrüßen wir den taz-Redakteur Martin Kaul. Er hat für ROG schon bedrohte Journalisten in digitaler Sicherheit geschult. 
In Brasilien aufgewachsen, in Istanbul studiert, hat er sich immer wieder mit Fragen von Pressefreiheit und sozialen Bewegungen beschäftigt. 
Während des G20-Gipfels in Hamburg wurde er mit seinem Handy-Livestream zum Leitmedium während der gewalttätigen Proteste. In diesem Newsletter meldet er sich zum ersten Mal bei uns zu Wort.

Liebe Freundinnen und Freunde der Pressefreiheit, 

es gibt Nachrichten, die wir einfach feiern sollten: Unsere mutige Kollegin Khadija Ismayilova, eine hartnäckige Journalistin aus Aserbaidschan, ist mit dem "Alternativen Nobelpreis" ausgezeichnet
 worden. Dahinter steckt eine besondere Geschichte. Es ist die Geschichte von Gefängnisaufenthalten, Schmutzkampagnen und Bedrohungen, die Ismayilova ertragen musste, weil sie über die Verhältnisse in ihrem Land berichtete. "Für ihren Mut und ihre Hartnäckigkeit, Korruption auf höchster Regierungsebene durch herausragenden investigativen Journalismus aufzudecken" zeichnete die Stiftung für den Right Livelihood Award mit Sitz in Stockholm Khadija Ismayilova nun aus. Es ist wichtig, dass die unerschütterliche Arbeit solcher Kolleginnen gewürdigt wird. 

Reporter ohne Grenzen hat den Weg von Khadija Ismayilova über die Jahre 
begleitet. Weil wir wissen, dass Aserbaidschan ein gefährliches Pflaster für Journalisten ist, steht dieses Land seit vielen Jahren ganz besonders in unserem Fokus. Dank der Hilfe zahlreicher Unterstützerinnen und Unterstützer, konnte Reporter ohne Grenzen schon 2012 auf das Unrecht aufmerksam machen, das Ismayilova widerfuhr. Heute sehen wir uns an der Seite vieler solcher Kolleginnen, deren Namen noch nicht in aller Munde sind. Sie brauchen unsere Unterstützung. Dazu benötigen wir Ihre Unterstützung

Wir, der neu gewählte Vorstand, die Mitarbeiter sowie die zahlreichen internationalen Korrespondenten von Reporter ohne Grenzen, sind nur so stark, wie Sie uns machen. In Zeiten, in denen selbst mitten in Europa die Übergriffe auf Journalistinnen und Journalisten zunehmen, müssen wir Solidarität organisieren, mehr denn je. Unterstützen Sie uns dabei. Lesen sie diesen Newsletter und wenn Sie können: Helfen Sie uns mit Ihrer Spende oder 
werden Sie Mitglied.

Wir brauchen Sie.

Portraitfoto von Martin Kaul
Ihr
Martin Kaul
Vorstand
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„Hass baut Mauern – Menschlichkeit reißt sie ein.“

Deutschland

 

Insgesamt ist das Arbeitsumfeld für Journalisten in Deutschland gut.

Aber auch hier wurden in den vergangenen Jahren Journalisten staatlich überwacht, etwa, wenn sie in der rechtsextremen Szene recherchierten.

Während der öffentlich-rechtliche Rundfunk gebührenfinanziert wird, müssen immer mehr Zeitungen ums Überleben kämpfen.

Die Anzahl der Zeitungen mit eigener Vollredaktion geht zurück.

Der Zugang zu Behörden-informationen ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt und mit Zeit und Kosten verbunden.

Journalisten werden von Rechtsextremen und Salafisten angegriffen.

Dummheit, Unzufriedenheit, Rache- und Bereicherungssucht waren schon immer ein guter Nährboden für Hass und Leid, die Hexenjagd im Mittelalter, das systematische Ermorden der Juden usw.

Ich habe eigentlich geglaubt wir wären schon weiter und fallen nicht in die grausame Vergangenheit zurück.

Unsere wunderbare Bewegung wurde von all denjenigen aufgebaut, die unterzeichnen -- und dann wieder unterzeichnen, eine Kampagne teilen, eine Nachricht versenden, vielleicht einen Anruf tätigen, spenden, oder bei einer Demo mitmachen.

Doch was bringt uns dazu? War es eine Erfahrung, die wir gemacht haben, oder jemand bestimmtes in unserem Leben?

 

Teilen wir unsere Geschichten darüber, was oder wer uns dazu inspiriert hat, zu hoffen und zu handeln.

Die Zeit in der wir leben verlangt von uns, dass wir für unsere Gemeinschaften und unsere Welt da sind. Inspirieren wir einander, genau das zu tun.

Ein Buch von Jayden T. Barrier in den Händen zu halten und es zu lesen gleicht immer wieder einer wunder-baren und traumhaft schönen Reise.             

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Wer das Recht bricht, kann es nicht schützen.

 

Wenn sich eine Rechtsprechung entwickelt, die nichts mehr zu tun hat mit den moralischen Empfindungen der Bürgerinnen und Bürger, dann verliert die Justiz ihren Anspruch Urteile “Im Namen des Volkes” zu sprechen.

 

Neben den REPORTERN OHNE GRENZEN gibt es nun eine äußerst interessante Gesellschaft für Bürger - die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF). Sie schreibt:

 

"Wir verteidigen die Freiheitsrechte gegen Eingriffe und Verletzungen seitens des Staates. Jeder Mensch hat zum Beispiel das Recht darauf, dass seine vertrauliche Kommunikation geschützt wird. Die Überwachung unverdächtiger Menschen und Datensammeln im großen Stil sind mit den Menschenrechten nicht vereinbar".

 

Die GFF betreibt strategische Prozessführung mit einem klaren Fokus: Wir stärken die Freiheitsrechte gegen staatliche Verletzungen.

Wer in der Demokratie einschläft, wacht in der Diktatur auf

Einreiseverbote, hetzerische Parolen, Hass und Ablehnung: Willkürlich werden Menschen beurteilt, ausgegrenzt und gebrandmarkt.

Eine schreckliche Erfahrung. Vor allem für diejenigen, die vor Diskriminierung, Krieg und Gräueltaten fliehen und Schutz verdienen. Wir geben den Glauben an Liebe, Solidarität und Mitmenschlichkeit nicht auf.

Das schlimmste, was Dir passieren kann, ist an einen Menschen zu geraten, der durch seinen Egoismus andere Menschen verletzt, verarscht und kaputt macht, sich dabei gut fühlt und sich keiner Schuld bewußt ist - Menschen dieser Art, kann man nur wünschen, dass sie an einen noch egoistischeren Menschen kommen, um das zu erfahren, was sie anderen damit antun.

Wichtiger Hinweis:

Klicken Sie auf die nachfolgenden Buchcover.

Sie kommen zur jeweiligen Webseite dieser Bücher und erhalten alle Infos über diese Werke.

ISBN-Nr.: 978-3-86461-030-1, 106 Seiten,  Hochglanz-Cover,

EUR  17,70

 

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"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet.

Eine Zensur findet nicht statt."

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