fav-report What´s new Ein Magazin wie kein anderes
 fav-report  What´s new Ein Magazinwie kein anderes 

Masken, Schnelltests, Logistik: So wird im Gesundheitssystem in der Corona-Krise um Milliarden gekämpft

Profielfoto Josh Groeneveld
Josh Groeneveld

Die Bewältigung der Corona-Krise kostet den Staat Milliardensummen.

 

Häufig ist die Bundesrepublik im Kampf gegen das Coronavirus auf private Unternehmen angewiesen — und diese verdienen für ihre Hilfe gutes Geld.

 

Mit FPP2-Masken, Coronatests oder der Verteil-Aufgabe werden in der Pandemie in Deutschland gute Geschäfte gemacht. Zu Preisen, die sich der Staat oft von Anbietern diktieren lassen muss.

Eine Ärztin in der Corona-Teststation am Frankfurter Flughafen hält einen PCR-Test

Eine Ärztin in der Corona-Teststation am Frankfurter Flughafen hält einen PCR-Test  c: Robert Michael/picture alliance via Getty Images

Es liegt eine Menge Hoffnung auf dem flächendeckenden Einsatz von Corona-Schnelltests in Deutschland. Im März sollen die Tests breit verfügbar werden, kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkal (CDU) jüngst an. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant, dass die Tests selbst in Supermärkten verkauft werden können. Die Deutschen könnten sich dann selbst auf Corona testen — nicht ganz so ergebnissicher wie im Labor, aber sicher genug, um viele Infektionen mit dem Coronavirus schnell aufzudecken und neue Infektionsketten zu verhindern.

Gerade im Schulsystem sowie in Alten- und Pflegeheimen wären die Antigentests ein Gamechanger. Sie könnten neben dem Impfen ein zentrales Werkzeug sein, die Verbreitung des Virus einzudämmen und eine Rückkehr in die Normalität vor Corona zu ermöglichen.

Was also im Prinzip eine gute Sache ist, war in den letzten Wochen zwischen Politikern, Ärzten und Kassen umstritten. Denn es ging um Geld – sehr viel Geld. Den Konflikt deutete SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach am Mittwochabend in der ZDF-Talkrunde „Markus Lanz“ an. Über die geplante Massenanwendung von Corona-Schnelltests sagte er: „Es hat vonseiten der Laborärzte die Befürchtungen gegeben, dann geht die Zahl der PCR-Tests runter.“ Wer einen negativen Antigentest habe, der müsse nicht mehr einen Labortest machen, „und daher gab es da natürlich auch Lobbyarbeit“. Damit meinte Lauterbach die Lobbyarbeit der Laborärzte.

Medizinische Labore bekommen für Corona-Tests 40 Millionen Euro pro Woche

 

Tatsächlich ist es gerade mal eine Woche her, seit sich der Berufsverband der Deutschen Laborärzte (BDL) öffentlich gegen flächendeckende Schnelltests in Deutschland aussprach. „Wir warnen vor Schnelltests, die Gefahr ist größer als der Nutzen“, sagte der BDL-Vorsitzende Andreas Bobrowski der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Es sei besser, mehr PCR-Tests zu machen — auch, weil geschultes Personal zur Durchführung von Antigentests selbst in Apotheken fehle. Hier und bei Selbsttest bestehe die Gefahr, dass die Testentnehmer den Patienten nicht weh tun wollten. Bobrowski: „Leider gilt: Beim Nasenabstrich müssen einem die Tränen kommen, im Rachen muss der Würgereiz ausgelöst werden.“

Was Bobrowski der „FAZ“ gegenüber nicht erwähnte: Die Laborärzte in Deutschland verdienen mit den PCR-Tests in der Corona-Krise gutes Geld. Die Krankenkassen zahlen knapp 40 Euro pro Tests, zurzeit werden laut Robert-Koch-Institut zwischen 1 und 1,2 Millionen PCR-Tests pro Woche in deutschen Laboren durchgeführt. Das macht für die Branche Umsätze von mehr als 40 Millionen Euro pro Woche. Im Oktober und November vergangenen Jahres lag die Testauslastung bei knapp 1,5 Millionen PCR-Tests pro Woche, der Branchenumsatz lag also bei etwa 60 Millionen Euro pro Woche.

Vor Juli 2020 zahlten die Krankenkassen sogar 59 Euro pro PCR-Test — allerdings lag deren Zahl in der ersten Jahreshälfte nur zwischen etwa 350.000 und 500.000 pro Woche. Dass der Preis ab Juli auf 40 Euro gesenkt wurde, was das Ergebnis harter Auseinandersetzungen zwischen Ärzten und Kassen. Im Juli reichte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sogar Klage gegen die Kassen ein. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) spricht dagegen von einem sachgerechten Preis, „der die Entwicklung in den Laboren von vereinzelten Tests hin zu Massentestungen widerspiegelt.“ Schließlich kämen zum Testpreis noch Honorare für die verordnenden Ärzte und eine Transportpauschale hinzu.

Tatsächlich benutzen viele medizinische Großlabore in Deutschland automatisierte Prozesse für die Auswertung von PCR-Tests. Pro Tag können so bis zu fünfstellige Zahlen an Tests ausgewertet werden — ohne, dass dafür große Personalkosten entstehen. Die Kosten pro PCR-Untersuchung liegen bei ungefähr 20 Euro. Niedrig genug, um mit den Corona-Tests gutes Geld zu verdienen. Ende Januar sagte ein Brancheninsider dem „Spiegel“: „Da verdienen manche Labore einen Ferrari jeden Tag“

Apotheken verdienen an Schnelltests und FFP2-Masken

 

Doch auch bei den Schnelltests, die die PCR-Tests in Zukunft vielfach ablösen werden, geht es um großes Geld. Deutschland hat bereits Rahmenverträge für 50 bis 60 Millionen Schnelltests im Monat abgeschlossen. Neun Euro sollen Apotheken für die Beschaffung eines Tests erhalten, neun weitere Euro für deren Durchführung. Zwischenzeitlich sollen die Apotheker das als zu wenig kritisiert haben, heißt es aus Regierungskreisen. Ärzte sollen für die Durchführung sogar 15 Euro erhalten. Bedeutet: Pro Monat fallen für den Staat Kosten von mindestens 900 Millionen bis über 1 Milliarde Euro an.

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) ist offenbar bereit, diese zu zahlen. Kritik an den Summen kommt jedoch aus dem Haushaltsausschuss des Bundestags. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) zitierte Ende vergangener Woche aus einem Schreiben der haushaltspolitischen Sprecher der Koalitionsfraktionen, Eckhardt Rehberg (CDU) und Dennis Rohde (SPD): „Der bislang für die Beschaffung angesetzte Einkaufspreis von 9 Euro entspricht nicht den uns bekannten Marktpreisen für die Abnahme von Großmengen und muss daher zwingend erheblich gesenkt werden“, heißt es darin demnach. „Auch die für die Testdurchführung angesetzten 9 Euro erscheinen uns unverhältnismäßig hoch im Vergleich zu dem eingesetzten Zeitaufwand“.

Ähnliche Kritik gibt es auch an der von der Bundesregierung festgelegten Vergütung für Apotheken von lange Zeit 6 Euro pro an Bürger verteilte FFP2-Masken. Der Beschaffungspreis der Masken liegt teilweise bei nur 60 Cent, die Apotheken bekamen also weit mehr Geld erstattet, als die Masken wert sind. Dass sie damit unlautere Gewinne machten, wollte in der Branche aber niemand hören. „Klugscheißer, die das behaupten, gibt es immer“, sagte Friedemann Schmidt, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände, dem „Spiegel“ im Dezember. „Bei fast allen unseren Kollegen steigen derzeit die Personalkosten. Und wir sehen schon jetzt, dass Lieferanten teilweise höhere Preise verlangen.“

Das Bundesgesundheitsministerium ist anderer Auffassung, die Preise hätten sich stabilisiert. Am 10. Februar reduzierte es deshalb die FFP2-Masken-Vergütung auf 3,90 Euro. Die Apotheker akzeptierten das nach der deutlichen öffentlichen Kritik offenbar stillschweigend.

Letztlich bleibt der Bundesregierung jedoch nicht viel übrig, als sich den Preisvorstellungen von Ärzten, Kassen und Apothekern zu fügen. Das gilt insbesondere in einer Notsituation wie der Corona-Pandemie. Denn das deutsche Gesundheitssystem basiert auf dem Prinzip Selbstverwaltung. Heißt: Der Staat hat im Kampf gegen das Virus keine eigenen Strukturen und kein eigenes Personal, sondern ist in der Umsetzung politischer Entscheidungen auf die Unterstützung aller Verantwortlichen des Gesundheitssystems angewiesen. So kommt es immer wieder zu Kompromissen. Das Prinzip: Leben und leben lassen.

September 2021

Mitglied bei Reporter ohne Grenzen

Mitgliedsnummer  103046

aktuelle Besucherzahl: 

Hätten Sie das von fav-report What´s new gedacht?

 

Vom 1.September 2013 bis 31. Dezember 2020 besuchten uns 2.100.006  Leser

und mit lieben Grüßen von

Kurt-Ingo Wolf

fav-report Herausgeber

Reporter ohne Grenzen (RSF) ist äußerst besorgt über die wiederholten Angriffe auf die Pressefreiheit in Deutschland in den vergangenen Wochen. Mehrmals wurden Journalistinnen und Journalisten unter anderem am Rande von Protesten gegen Corona-Maßnahmen und Versammlungen attackiert. In sozialen Medien berichteten Medienschaffende von Drohungen und Einschränkungen bei der Arbeit. Mehrere Redaktionen haben laut einem Zeitungsbericht Morddrohungen erhalten.

„Wer Journalistinnen und Journalisten angreift, greift das Grundrecht auf Pressefreiheit an.

 

Gerade in Zeiten einer Pandemie müssen Medienschaffende frei und ohne Angst vor Gewalt berichten können, um die Bevölkerung zu informieren und eine freie Meinungsbildung zu ermöglichen“, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen.

Dieses Buch kann die Welt verändern

Das neue Jonah-Abenteuerbuch bietet nicht nur Spannung und Action und viele interessante, lehrreiche Informationen von der ersten Minute bis zum Schluss, sondern auch höchsten Lesespaß.

 

Erleben Sie gemeinsam mit Jonah Shayne und seinem Freund Yannick Wild Abenteuer, die in ihrer Dimension bisher einmalig auf dem deutschen Büchermarkt sind.

 

Dieses Abenteuerbuch zu den schönsten und zugleich pädagogisch wertvollsten Jugend-büchern unserer Zeit.

 

Ein Abenteuerbuch, wie kein anderes.

Bestellservice:

08388 - 8709907

oder schreiben Sie

fav-report@gmx.de

 

Lieferung erfolgt auf Rechnung

Lindau im Bodensee / Lindau-Insel
Blick vom Pfänder zum Bodensee mit Lindau-Insel (Aufnahmedatum 16.10.2019)

Das schlimmste, was Dir passieren kann, ist an einen Menschen zu geraten, der durch seinen Egoismus andere Menschen verletzt, verarscht und kaputt macht, sich dabei gut fühlt und sich keiner Schuld bewußt ist - Menschen dieser Art, kann man nur wünschen, dass sie an einen noch egoistischeren Menschen kommen, um das zu erfahren, was sie anderen damit antun.

Weitere interessante, Beiträge und Reportagen bei 

 my-fav-report 

Starten Sie jetzt Ihre eigene Petition
Diese/r Petitionsstarter/in setzt sich für Dinge ein, die ihr/ihm am Herzen liegen. Machen Sie das auch?

Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 46 Millionen Mitgliedern, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. ("Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17 verschiedenen Sprachen.

Ziel von Reporter ohne Grenzen (ROG) ist die Verteidigung der Menschenrechte, besonders der Pressefreiheit, des Rechts, überall auf der Welt zu informieren und informiert zu werden. Seit 1994 ist die deutsche Sektion von Reporters sans frontières (RSF) von Berlin aus aktiv. Wir veröffentlichen aktuelle Meldungen, Hintergründe und Untersuchungsberichte zur Situation der Informationsfreiheit weltweit und setzen uns aktiv für deren Durchsetzung ein.

"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Bericht-erstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt."

Artikel 5, Absatz 1 - Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

Faffi - das fav-report Maskottchen

fav : fair - aktuell -   vielseitig

"Wenn kein Mensch mehr die Wahrheit suchen und verbreiten wird, dann verkommt alles Bestehende auf der Erde, denn nur in der Wahrheit sind Gerechtigkeit, Frieden und Leben!"

Friedrich von Schiller, Deutscher Dichter (1759 - 1805)

Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt. (Dante)

Mitgliedsnummer:

103046

fav-report 

Ein Magazin
wie kein anderes

Unsere wunderbare Bewegung wurde von all denjenigen aufgebaut, die unterzeichnen -- und dann wieder unterzeichnen, eine Kampagne teilen, eine Nachricht versenden, vielleicht einen Anruf tätigen, spenden, oder bei einer Demo mitmachen.

Doch was bringt uns dazu? War es eine Erfahrung, die wir gemacht haben, oder jemand bestimmtes in unserem Leben?

 

Teilen wir unsere Geschichten darüber, was oder wer uns dazu inspiriert hat, zu hoffen und zu handeln.

Die Zeit in der wir leben verlangt von uns, dass wir für unsere Gemeinschaften und unsere Welt da sind. Inspirieren wir einander, genau das zu tun.

Ein Buch von Jayden T. Barrier in den Händen zu halten und es zu lesen gleicht immer wieder einer wunder-baren und traumhaft schönen Reise.             

Bestellservice:

08388 - 8709907

oder schreiben Sie

fav-report@gmx.de

 

Lieferung erfolgt auf Rechnung

Klicken Sie auf das Bild und Sie erfahren mehr über den neuen TOYOTA  C-HR

Wer das Recht bricht, kann es nicht schützen.

 

Wenn sich eine Rechtsprechung entwickelt, die nichts mehr zu tun hat mit den moralischen Empfindungen der Bürgerinnen und Bürger, dann verliert die Justiz ihren Anspruch Urteile “Im Namen des Volkes” zu sprechen.

 

Neben den REPORTERN OHNE GRENZEN gibt es nun eine äußerst interessante Gesellschaft für Bürger - die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF). Sie schreibt:

 

"Wir verteidigen die Freiheitsrechte gegen Eingriffe und Verletzungen seitens des Staates. Jeder Mensch hat zum Beispiel das Recht darauf, dass seine vertrauliche Kommunikation geschützt wird. Die Überwachung unverdächtiger Menschen und Datensammeln im großen Stil sind mit den Menschenrechten nicht vereinbar".

 

Die GFF betreibt strategische Prozessführung mit einem klaren Fokus: Wir stärken die Freiheitsrechte gegen staatliche Verletzungen.

Wer in der Demokratie einschläft, wacht in der Diktatur auf

Wichtiger Hinweis:

Klicken Sie auf die nachfolgenden Buchcover.

Sie kommen zur jeweiligen Webseite dieser Bücher und erhalten alle Infos über diese Werke.

ISBN-Nr.: 978-3-86461-030-1, 106 Seiten,  Hochglanz-Cover,

EUR  17,70

 

Bestellservice:

08388 - 8709907

oder schreiben Sie

fav-report@gmx.de

 

Lieferung erfolgt auf Rechnung

Bestellservice:

08388 - 8709907

oder schreiben Sie

fav-report@gmx.de

 

Lieferung erfolgt auf Rechnung

Lieber Mal Ein Buch Statt Süßigkeiten Schenken

Dieses Buch kann die Welt verändern

Bestellservice:

08388 - 8709907

oder schreiben Sie

fav-report@gmx.de

 

Lieferung erfolgt auf Rechnung

Bestellservice:

08388 - 8709907

oder schreiben Sie

fav-report@gmx.de

 

Lieferung erfolgt auf Rechnung

Bestellservice:

08388 - 8709907

oder schreiben Sie

fav-report@gmx.de

 

Lieferung erfolgt auf Rechnung

Bestellservice:

08388 - 8709907

oder schreiben Sie

fav-report@gmx.de

 

Lieferung erfolgt auf Rechnung

Mit einem Klick auf das "ALLGÄU LIVE IN" - Logo kommen Sie zur Webseite dieses Allgäu-Magazins

fav-report empfiehlt

print & plott in Lindau.

Mit einem Klick auf das Firmenlogo kommen Sie zur Webseite von P & P.

"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet.

Eine Zensur findet nicht statt."

Das TONSTUDIO in Vöhringen bei Ulm

Professionelle und hochwertige Aufnahmen.
Unser Angebot reicht von

Sprach-und Musik-Aufnahmen
über Recording-und Mastering-Studio,

hin zu CD-und Musik-Produktionen.
Terminabsprache unter Telefon:

0173 / 3418884

_________________

Klicken Sie auf das Foto (oben) oder auf das Firmlogo und Sie sind auf der zla-Records-Originalseite