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Taktischer „Klinik-Kollaps“ auf dem Rücken der Angstbürger? Immer mehr Zweifel an Begründung der Corona-Maßnahmen

Künstliche Beatmung von Covid-Patient (Foto:Imago/Itar-Tass)

4. Dezember 2020

Nachdem mehr und mehr Politiker und namhafte Mediziner lautstark ihre Stimme gegen die Neverending-Story des Lockdown-Irrsinns erheben ( sogar solche, die von den Mainstream-Durchhaltemedien nicht so ohne weiteres dem Lager der Verharmloser Covidioten- und Querdenker zugeschlagen werden können!), besteht vager Anlass zu der Hoffnung, dass zumindest einige Bürger mit dem kritischen Denken beginnen – und die Horrorberichterstattung hinterfragen.

Am Wochenende war Medizinprofessor Matthias Schrappe, der von 2007 bis 2011 den Gesundheits-Sachverständigenrat der Bundesregierung mitgeleitet hatte, mit seiner scharfen Kritik an den Corona-Maßnahmen an die Öffentlichkeit getreten und hatte sachlich-wohlbegründet dargelegt, wieso das erklärte Ziel der Bundesregierung, Corona-Infektionszahlen im Winter zu senken und dauerhaft niedrig zu halten, eine unsinnige Illusion sei. „Ein Zielwert von 50 pro 100 000 Einwohner ist ein völlig irreales Ziel. Wir werden das in den Wintermonaten nicht erreichen„, hatte der Experte erklärt. In „Bild“ hatte Schrappe gewarnt: Wenn die Politik den Grenzwert dauerhaft unterschreiten wolle, „dann bekommen wir einen unendlichen Lockdown.

 

Auch sei das vermittelte Bild einer „zweiten Corona-Welle“ wie auch die Metapher des „Wellenbrecher-Lockdowns“ grundfalsch: „Es ist keine Welle, die man brechen kann, es ist ein kontinuierliches Anwachsen„. so Schrappe. Der Politik warf Schrappe vor, unerreichbare Ziele auszugeben; sie versetze die Bevölkerung „in einen Dauer-Schockzustand„. Fassungslos mache ihn, dass jetzt wieder „vor Corona-Massensterben wie im Frühjahr in Bergamo gewarnt wird„. Die Situation des deutschen sei in keinster Weise mit dem italienischen Gesundheitssystem zu vergleichen.

Doch unverdrossen überschlagen sich die Medien mit „Ärztetagebüchern“, authentischen Berichten von Stationspflegern und markerschütternden Erzählungen von Klinikpersonal, die von ebensolchen Bildern à la Bergamo berichten – und den Eindruck aufrechterhalten, in Deutschland stünde das gesamte Klinikwesen unmittelbar vor dem Zusammenbruch. „Die Kliniken laufen voll“ ist die quasi sprachliche Fortsetzung des Geredes von den täglichen Neuninfektionen mit anderen Mitteln: Von Genesenen und wieder Entlassenen wird nicht geredet. Auch dass die Mehrzahl der sogenannten Corona-Toten gar nicht auf den Intensivstationen stirbt, bleibt gänzlich unerwähnt.

Intensivbetten-Lügen und gehypte Zahlen

Erst diese Woche wies Tübingens grüner OB Boris Palmer auf eine sogar rückläufige Intensivbelegungsrate hin – und erinnerte daran, dass exakt vor einem Jahr (damals wohlgemerkt OHNE jede Pandemie!) genauso viele Beatmungs- und Intensivpatienten auf den deutschen Kliniken lagen – inklusive saisonal normaler lokaler Belastungsspitzen in manchen Kliniken, was damals niemanden interessiert hatte. Er frage sich, wieso diese Meldungen nicht die Schlagzeilen dominierten.

In einem lesenswerten Kommentar gab Ralf Klostermann eine mögliche Antwort: „Dass Verbände immer wieder vor Schreckensszenarien warnen, lässt einen unguten Verdacht aufkommen: dass Druck auf die Politik ausgeübt werden soll, um mit Steuer-Milliarden angeschlagene Kliniken zu sanieren.“ Tatsächlich ist es genau die geschürte Corona-Angst mit ihrer ikonischen Schreckensszenerie – Triagie, nach Atemluft ringen, Intubation, gewendet-werden, blau anlaufen, verrecken – mit der in Deutschland seit nunmehr neun Monaten eine achselzuckende, resignative Duldungsstarre gesteuert und aufrechterhalten wird.

Und längst wissen wir, dass kommerzielle und sonstige Partikularinteressen bei den handelnden Verantwortlichen dieser Pandemie sehr wohl bestehen – auf verschiedenen Ebenen: von den politischen Nutznießern, die ohne demokratischen Widerstand im Corona-Windschatten eine ideologische Transformationspolitik durchsetzen wollen (EU-Schuldenunion, Klimawende, Bürgerüberwachung, weitere Migrationsförderung) bis hin zu ökonomischen Krisengewinner (Big Pharma, Kliniken, medizinische Ausrüster). Klostermann schreibt: „Niemand darf die Angst der Menschen ausnutzen. Kein Politiker, um noch schärfere Maßnahmen durchzudrücken, noch Lobbyisten, um mehr Geld für ihre Branchen herauszuholen.“ Doch genau dies geschieht – und zwar fortwährend. (DM)

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