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foodwatch: Dafür haben wir zehn Jahre gekämpft

Es gibt bald eine Nährwertkennzeichnung in den Supermarktregalen!: die NutriScore-Ampel

Die Nährwert-Ampel ist da! Von diesem November an dürfen Hersteller in Deutschland den NutriScore ganz offiziell auf die Verpackungen drucken, denn die entsprechende Verordnung tritt endlich in Kraft. Bei einer zunehmenden Anzahl von Produkten werden dann grüne, gelbe oder rote Markierungen schnell Auskunft über die Nährwertqualität geben. Wir haben mehr als ein Jahrzehnt (!) gebraucht, um dies zu erkämpfen, denn der Widerstand von Industrieverbänden, Unternehmen und nicht zuletzt den verschiedenen Bundesernährungsministern war groß – auch wenn jetzt Ministerin Julia Klöckner die Kennzeichnung mit einer Info-Kampagne und großen Plakaten anpreist, als hätte sie die Ampel schon immer gewollt. Lesen Sie hier, wie es dazu kam – und welchen Haken es noch immer bei der Nährwert-Ampel gibt…

Hallo ,

"EU-Parlament stimmt gegen die Ampelkennzeichnung – Abgeordnete beugen sich massivem Lobbydruck der Industrie“. So lautete die Überschrift eines unserer Newsletter vor fast genau zehn Jahren, mit dem wir über ein enttäuschendes Votum aus Brüssel informierten. Unser Kampf war verloren, uns so viele Menschen hatten sich damals ein anderes Ergebnis erhofft. „
Die Ampel ist tot“, hatte da bereits der Lobbyverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft vor der sich abzeichnenden Entscheidung gegen verbraucherfreundliche Nährwertangaben triumphiert.

Jetzt, fast genau zehn Jahre (!) später, können wir Verbraucherinnen und Verbraucher uns freuen. Denn die Ampel lebt – und sie kommt, ganz bald und auch in Ihren Supermarkt! Der so genannte NutriScore, die in Frankreich entwickelte Ampelkennzeichnung, bewertet Produkte auf einer Skala von A (für ausgewogene Produkte) bis E (für eher ungesunde Produkte). Hinterlegt mit den Ampelfarben Grün-Gelb-Rot ermöglicht die Kennzeichnung den schnellen Vergleich zwischen Lebensmitteln einer Kategorie. Das zeigt, unser langer Atem und gemeinsamer Einsatz hat sich gelohnt!

Studien und Erfahrungen etwa in Frankreich beweisen schon jetzt: Die NutriScore-Ampel hilft Menschen, die gesündere Wahl zu treffen, gibt Herstellern endlich einen Anreiz, Rezepturen ausgewogener zu gestalten – und sie kann auf einen Blick entlarven, wenn eine Zuckerbombe als Fitnessprodukt vermarktet wird. Auch deshalb ist der NutriScore jene Kennzeichnung, die die Lebensmittelindustrie mit aller Macht verhindern wollte. Es ist wohl das erste Mal überhaupt, dass sich in Deutschland eine verbraucherfreundliche und von unabhängigen Wissenschaftlern entwickelte Kennzeichnung durchsetzt, gegen den Willen der Lebensmittellobby.

Als vor mehr als zehn Jahren erstmals eine Ampelkennzeichnung – damals nach einem britischen Modell – „drohte“, mobilisierten die großen Konzerne alle Kräfte. Als noch recht junge und damals nur in Deutschland aktive Organisation reisten wir seinerzeit zu einzelnen Gesprächen nach Brüssel. Ich erinnere mich gut: Wo wir auch hinkamen – die Ampel-Gegner von Industrieverbänden, Coca Cola & Co. waren bereits da, hatten Lobbystände sogar mitten im Gebäude des Europaparlaments (!) aufgebaut. Am Ende hatten sie EU-weit eine Milliarde Euro investiert, um ihr eigenes Kennzeichnungsmodell durchzusetzen und damit die Ampel zu verhindern. Eines konnten sie nicht abwehren: 2010 führte die EU erstmals überhaupt eine verpflichtende Angabe für den Gehalt von Zucker, Fett, Salz & Co. in Form der bekannten Nährwerttabellen im Kleingedruckten ein – bis dahin blieben selbst diese Angaben meist geheim. Ohne den Druck der Ampel-Diskussion wäre das wohl nicht gelungen.

Wir haben unseren Einsatz für eine Ampelkennzeichnung auf der Verpackungsvorderseite in all den Jahren fortgeführt – entsprechend groß ist unsere Freunde, wenn nun der NutriScore Einzug in die Supermärkte hält! Denn auch diesmal haben die Industrielobby um den Lebensmittelverband Deutschland und Ernährungsministerin Julia Klöckner alles versucht, eine ampelfarbige Kennzeichnung zu verhindern. Beide entwickelten Gegen-Modelle, das Ministerium ließ eine den NutriScore empfehlende Studie umschreiben – wenig blieb unversucht. Doch nachdem auch große Unternehmen wie Danone, Iglo und Nestlé das Hickhack beenden und auf den NutriScore setzen wollten, weil in allen seriösen Studien und Umfragen der NutriScore als verständlichstes System hervorging, musste Julia Klöckner ihren Widerstand Ende 2019 schließlich aufgeben. Der Weg war frei.

Ende gut, alles gut? Leider (noch) nicht, liebe Leserinnen und Leser. Denn der Kampf um die Ampel geht weiter:

  • Vor zehn Jahren, bei der Abstimmung im Europaparlament, hat die Lebensmittelindustrie ihren wichtigsten Lobbyerfolg erzielt: Die EU-Staaten dürfen eine Ampelkennzeichnung seither nicht verpflichtend einführen, sondern nur als freiwilliges Modell. Vorerst könnten also vor allem Hersteller den NutriScore auf ihre Packungen drucken, die ohnehin vor allem ausgewogene Produkte anbieten. Damit die Kennzeichnung zum echten Erfolg wird, muss sie also verpflichtend für alle Lebensmittel werden – und das geht nur mit einer neuen EU-Verordnung. Für die gibt es bisher keine Mehrheit.
  • Der Lebensmittelverband Deutschland musste zwar akzeptieren, dass der NutriScore in Deutschland kommt – er versucht aber bereits, die Berechnungsgrundlage für das Label zu verwässern, damit zum Beispiel zuckerhaltige Getränke oder Wurstwaren besser bewertet werden als von den unabhängigen Wissenschaftlern empfohlen.

Wie unter dem Brennglas zeigt die Debatte, wie Lebensmittelpolitik funktioniert – und welchen Einfluss die Industrie auf eine banale Kennzeichnung hat, die doch eigentlich für uns Verbraucherinnen und Verbraucher da sein sollte. So lange es gedauert hat, erst überhaupt Nährwertangaben und dann zumindest eine freiwillige Ampel zu bekommen, so sehr wissen wir: Wir sind längst noch nicht am Ziel. Ich verspreche Ihnen: Wir bleiben dran und kämpfen weiter für eine Kennzeichnung, die sich an den Interessen der Menschen und nicht an denen der Hersteller orientiert – ob es nun um Nährwerte, um Herkunftsangaben oder um Gentechnik geht. Und wenn es noch einmal zehn Jahre dauern sollte!


Vielen Dank für Ihre Unterstützung und herzliche Grüße
 
Martin Rücker
Geschäftsführer von foodwatch Deutschland

P.S.: Wie der NutriScore genau funktioniert haben wir hier erklärt.

P.P.S.: Dass wir vor zehn Jahren nicht bereits mehr für die „Ampel“ erreichen konnten, gab für uns den Anstoß, foodwatch zum europäischen Projekt zu machen. Seitdem haben wir Büros in den Niederlanden und in Frankreich gegründet, wie in Deutschland als politisch und finanziell unabhängige Verbraucherorganisationen. Wir sind uns sicher: Ohne die gemeinsame Arbeit hätten wir es nie geschafft, die französische Nutri-Score-Ampel so populär zu machen. Das alles ist nur möglich, weil uns viele Verbraucherinnen und Verbraucher als Mitglied unterstützen. Seien auch Sie dabei: Werden Sie jetzt Förderin von foodwatch und setzen Sie damit ein Zeichen gegen den Einfluss der Lebensmittellobby in Europa:

www.mitglied-werden.foodwatch.de

 

 

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