fav-report What´s new Ein Magazin wie kein anderes
 fav-report  What´s new Ein Magazinwie kein anderes 

Die fünfte Freitodorganisation der Deutschschweiz ist entstanden. Gegründet hat sie der Bruder von Erika Preisig – nachdem sich die beiden verkracht haben.

Die neue Freitodorganisation heisst Pegasos Swiss Association mit Sitz in Basel und Sterbezimmer in Liestal. Der Non-Profit-Verein will mit möglichst schlanken Strukturen und unkomplizierter Bürokratie arbeiten und auf PR verzichten. Dies berichtet die «Schweiz am Wochenende».

Gleicher Standort

Präsident ist Ruedi Habegger. Er ist der Bruder von Freitodaktivistin Erika Preisig. Während mehreren Jahren hat er für ihre Freitodorganisation Eternal Spirit gearbeitet. Doch die Beziehung geht in die Brüche.

 

Seine Schwester nehme es ihm übel, dass er hinter ihrem Rücken einen eigenen Verein gegründet habe, wie sie gegenüber der «Schweiz am Wochenende» sagt. Sie stört sich vor allem daran, dass er am gleichen Standort in einem Liestaler Gewerbegebiet sein Sterbezimmer eingerichtet hat. Sie wolle Liestal nun den Rücken zukehren. Vielleicht auch gleich dem ganzen Kanton, so Preisig gegenüber der Zeitung.

Abspaltung von der Abspaltung

Habegger sagt, er habe den Verein in bester Absicht gegründet. Er habe das Angebot aufrechterhalten wollen, nachdem seine Schwester einen Mitgliederstopp verhängt hatte. Sie musste sich schonen, weil sie der Stress um den Strafprozess im Juli krank machte.

Die Geschichte der Freitodbewegung wiederholt sich damit zum dritten Mal. Zuerst gab es in der Deutschschweiz nur Exit, dann spaltete sich 1998 Dignitas ab. 2012 trennte sich Preisig von Dignitas und machte sich selbstständig. Jetzt hat ihr Bruder die Abspaltung gewagt.

Aargauer Zeitung Logo

von Andreas Maurer - 

 

Zuletzt aktualisiert am 4.10.2019 um 16:39 Uhr

In seinem ersten Monat hat der Verein vier Patienten in einem Sterbezimmer in Liestal Infusionen mit tödlichen Dosen Natrium-Pentobarbital zur Verfügung gestellt. Alle vier sind Ausländer, in deren Heimat Suizidhilfe verboten ist.

 

In der griechischen Mythologie ist Pegasos ein Fabelwesen: ein geflügeltes Pferd. Gemäss dem Verein symbolisiert es, wie die Patienten auf ihrer letzten Reise der Schwerkraft entfliehen. Die Flügel bringen auch zum Ausdruck, dass es mit der neuen Organisation besonders leicht gehen soll. Die Strukturen sollen schlank bleiben und die Bürokratie unkompliziert.

Sterben nach dem Rega-Modell

Pegasos ist zudem die erste Freitodorganisation der Schweiz, die keine Mitgliedschaft als Bedingung für die Inanspruchnahme ihrer Dienstleistung verlangt. Es reicht aus, wenn man Gönner ist. In Notfällen ist aber nicht einmal dies eine Bedingung, wie es beim Verein heisst. Pegasos kopiert also das Rega-Modell.

Präsident des neuen Vereins ist Ruedi Habegger. Zum Gespräch lädt er in das Büro einer Basler Anwaltskanzlei und erklärt sich. Er sagt:

"Wir halten uns wie die anderen Freitod-Organisationen ans Gesetz, arbeiten aber im Gegensatz zu anderen nicht mit übermässiger Bürokratie."

Er ist der Bruder von Erika Preisig, der Präsidentin und Ärztin von Eternal Spirit. Zuvor hat er acht Jahre lang für ihre Organisation gearbeitet und zum Beispiel den aufsehenerregenden Suizid des 104-jährigen Australiers David Goodall mitorganisiert, weil Preisig damals im Ausland war.

Differenzen im Familienbetrieb

Eternal Spirit entwickelte sich allerdings nicht in jene Richtung, die sich Habegger wünschte. Seine Schwester verordnete ihrer Organisation im Frühling einen Mitgliederstopp und erteilte vielen sterbewilligen Patienten eine Absage.

Der Stress machte sie krank. Bei ihrem Auftritt im Juli vor dem Baselbieter Strafgericht, der mit einem teilweisen Schuldspruch endete, beklagte sie sich über psychisch bedingten Haarausfall. Ihr Bruder hätte sich gewünscht, dass sie Aufgaben innerhalb der Organisation zumindest vorübergehend abgibt. Doch das wollte sie nicht, weil Wachstum gar nicht ihr Ziel sei, wie sie selber betont. Wichtiger als die Freitodbegleitungen stuft sie ihren Aktivismus für eine weltweite Legalisierung der Suizidhilfe ein. So will sie den Sterbetourismus beenden und ihr eigenes Angebot überflüssig machen.

Habegger wollte jedoch nicht untätig bleiben und baute mit Verbündeten eine eigene Organisation auf. Und dies am gleichen Ort. Preisig betreibt ihr Sterbezimmer in einem Liestaler Gewerbegebiet, im ersten Stock eines ehemaligen Handwerkerbetriebs.

Habegger mietete sich im gleichen Gebäude im Erdgeschoss ein. Er beteuert, in bester Absicht gehandelt zu haben. Er habe das Angebot für sterbewillige Menschen aufrechterhalten wollen. Was gut gemeint war, kam bei seiner Schwester ganz schlecht an.

Preisig sitzt in einem Bistro vor einem Glas Wasser und sagt:

"Ich bin stark verletzt. Ich verstehe nicht, dass er hinter meinem Rücken eine eigene Organisation aufgebaut hat."

Sie stört sich vor allem daran, dass er am gleichen Standort tätig ist. Denn sie habe dem Stadtrat versprochen, in Liestal kein zweites Dignitas aufzubauen und nicht mehr als 80 Freitodbegleitungen pro Jahr durchzuführen. «Ich stehe zu meinem Wort», sagt sie. Durch die Organisation ihres Bruders am gleichen Ort sieht sie dieses aber in Frage gestellt.

Deshalb sucht sie nun eine neue Liegenschaft für ihr Sterbezimmer, welche ihre Stiftung diesmal kaufen will, «am besten in einem anderen Kanton». Die Suche dürfte sehr schwierig sein, denn die Gesetzgebung ist in der Schweiz zwar liberal, doch persönlich toleriert dann doch kaum jemand den Tod in seiner Nachbarschaft.

Von Exit über Dignitas zu Eternal Spirit und Pegasos

Mit der Gründung von Pegasos wiederholt sich die Geschichte der Deutschschweizer Freitodbewegung. Am Anfang gab es nur Exit. Dann war Ludwig Minelli, der juristische Berater des Geschäftsführers, unzufrieden mit der Entwicklung und gründete 1998 Dignitas. 2012 war dann seine Konsiliarärztin Erika Preisig unzufrieden mit der Entwicklung und machte sich selbstständig. 2019 findet sich nun ihr Bruder in dieser Rolle wieder.

 

Bei allen drei Abspaltungen geht es um ähnliche Fragen. Um den Umgang mit den Behörden: konfrontativ oder einvernehmlich? Bürokratisch oder unkompliziert? Um den Umgang mit der Öffentlichkeit: transparent oder verschwiegen? Moderat oder missionarisch? Und um den Umgang mit den eigenen Leuten: basisdemokratisch oder diktatorisch?

Weniger Abklärungen und keine PR

Pegasos will die letzte Reise einfacher gestalten. Bei Eternal Spirit werden immer zwei ärztliche Gutachten erstellt. Bei Pegasos hingegen nur in komplizierten Fällen, also bei Patienten mit psychischen und neurologischen Krankheiten. In einfachen Fällen genügt Pegasos ein Gutachten. Weniger Bürokratie also. Bisher hat die Staatsanwaltschaft, die von Amtes wegen jeden Suizid prüft, nichts beanstandet.

Habegger will zudem keine PR machen und nicht wie seine Schwester an Infoveranstaltungen auftreten. Er nimmt sich weder Exit noch Dignitas noch Eternal Spirit als Vorbild, sondern die vierte Sterbeorganisation, die es in der Deutschschweiz gibt, aber kaum jemand kennt: Ex International in Bern. Sie ist kaum bekannt, weil sie fast nie in den Medien ist. Dieses Ziel strebt auch Habegger an, wie er sagt: «Wir wollen nicht in der Öffentlichkeit stehen.»

Dezember 2019

Mitglied bei Reporter ohne Grenzen

Mitgliedsnummer  103046

aktuelle Besucherzahl: 

Hätten Sie das von fav-report What´s new gedacht?

 

Vom 1.September 2013 bis 31. Oktober 2018 besuchten uns  1.209.948 Leser 

Blick vom Pfänder zum Bodensee mit Lindau-Insel (Aufnahmedatum 16.10.2019)
Lindau im Bodensee / Lindau-Insel

Das schlimmste, was Dir passieren kann, ist an einen Menschen zu geraten, der durch seinen Egoismus andere Menschen verletzt, verarscht und kaputt macht, sich dabei gut fühlt und sich keiner Schuld bewußt ist - Menschen dieser Art, kann man nur wünschen, dass sie an einen noch egoistischeren Menschen kommen, um das zu erfahren, was sie anderen damit antun.

Weitere interessante, Beiträge und Reportagen bei 

 my-fav-report 

Starten Sie jetzt Ihre eigene Petition
Diese/r Petitionsstarter/in setzt sich für Dinge ein, die ihr/ihm am Herzen liegen. Machen Sie das auch?

Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 46 Millionen Mitgliedern, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. ("Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17 verschiedenen Sprachen.

Ziel von Reporter ohne Grenzen (ROG) ist die Verteidigung der Menschenrechte, besonders der Pressefreiheit, des Rechts, überall auf der Welt zu informieren und informiert zu werden. Seit 1994 ist die deutsche Sektion von Reporters sans frontières (RSF) von Berlin aus aktiv. Wir veröffentlichen aktuelle Meldungen, Hintergründe und Untersuchungsberichte zur Situation der Informationsfreiheit weltweit und setzen uns aktiv für deren Durchsetzung ein.

"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Bericht-erstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt."

Artikel 5, Absatz 1 - Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

Faffi - das fav-report Maskottchen

fav : fair - aktuell -   vielseitig

"Wenn kein Mensch mehr die Wahrheit suchen und verbreiten wird, dann verkommt alles Bestehende auf der Erde, denn nur in der Wahrheit sind Gerechtigkeit, Frieden und Leben!"

Friedrich von Schiller, Deutscher Dichter (1759 - 1805)

Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt. (Dante)

Mitgliedsnummer:

103046

fav-report 

Ein Magazin
wie kein anderes

Unsere wunderbare Bewegung wurde von all denjenigen aufgebaut, die unterzeichnen -- und dann wieder unterzeichnen, eine Kampagne teilen, eine Nachricht versenden, vielleicht einen Anruf tätigen, spenden, oder bei einer Demo mitmachen.

Doch was bringt uns dazu? War es eine Erfahrung, die wir gemacht haben, oder jemand bestimmtes in unserem Leben?

 

Teilen wir unsere Geschichten darüber, was oder wer uns dazu inspiriert hat, zu hoffen und zu handeln.

Die Zeit in der wir leben verlangt von uns, dass wir für unsere Gemeinschaften und unsere Welt da sind. Inspirieren wir einander, genau das zu tun.

Ein Buch von Jayden T. Barrier in den Händen zu halten und es zu lesen gleicht immer wieder einer wunder-baren und traumhaft schönen Reise.             

Bestellservice:

08388 - 8709907

oder schreiben Sie

fav-report@gmx.de

 

Lieferung erfolgt auf Rechnung

Klicken Sie auf das Bild und Sie erfahren mehr über den neuen TOYOTA  C-HR

Wer das Recht bricht, kann es nicht schützen.

 

Wenn sich eine Rechtsprechung entwickelt, die nichts mehr zu tun hat mit den moralischen Empfindungen der Bürgerinnen und Bürger, dann verliert die Justiz ihren Anspruch Urteile “Im Namen des Volkes” zu sprechen.

 

Neben den REPORTERN OHNE GRENZEN gibt es nun eine äußerst interessante Gesellschaft für Bürger - die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF). Sie schreibt:

 

"Wir verteidigen die Freiheitsrechte gegen Eingriffe und Verletzungen seitens des Staates. Jeder Mensch hat zum Beispiel das Recht darauf, dass seine vertrauliche Kommunikation geschützt wird. Die Überwachung unverdächtiger Menschen und Datensammeln im großen Stil sind mit den Menschenrechten nicht vereinbar".

 

Die GFF betreibt strategische Prozessführung mit einem klaren Fokus: Wir stärken die Freiheitsrechte gegen staatliche Verletzungen.

Wer in der Demokratie einschläft, wacht in der Diktatur auf

Wichtiger Hinweis:

Klicken Sie auf die nachfolgenden Buchcover.

Sie kommen zur jeweiligen Webseite dieser Bücher und erhalten alle Infos über diese Werke.

ISBN-Nr.: 978-3-86461-030-1, 106 Seiten,  Hochglanz-Cover,

EUR  17,70

 

Bestellservice:

08388 - 8709907

oder schreiben Sie

fav-report@gmx.de

 

Lieferung erfolgt auf Rechnung

Bestellservice:

08388 - 8709907

oder schreiben Sie

fav-report@gmx.de

 

Lieferung erfolgt auf Rechnung

Dieses Buch kann die Welt verändern

Bestellservice:

08388 - 8709907

oder schreiben Sie

fav-report@gmx.de

 

Lieferung erfolgt auf Rechnung

Dieses Buch kann die Welt verändern

Bestellservice:

08388 - 8709907

oder schreiben Sie

fav-report@gmx.de

 

Lieferung erfolgt auf Rechnung

Bestellservice:

08388 - 8709907

oder schreiben Sie

fav-report@gmx.de

 

Lieferung erfolgt auf Rechnung

Bestellservice:

08388 - 8709907

oder schreiben Sie

fav-report@gmx.de

 

Lieferung erfolgt auf Rechnung

Bestellservice:

08388 - 8709907

oder schreiben Sie

fav-report@gmx.de

 

Lieferung erfolgt auf Rechnung

Mit einem Klick auf das "ALLGÄU LIVE IN" - Logo kommen Sie zur Webseite dieses Allgäu-Magazins

fav-report empfiehlt

print & plott in Lindau.

Mit einem Klick auf das Firmenlogo kommen Sie zur Webseite von P & P.

"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet.

Eine Zensur findet nicht statt."

Das TONSTUDIO in Vöhringen bei Ulm

Professionelle und hochwertige Aufnahmen.
Unser Angebot reicht von

Sprach-und Musik-Aufnahmen
über Recording-und Mastering-Studio,

hin zu CD-und Musik-Produktionen.
Terminabsprache unter Telefon:

0173 / 3418884

_________________

Klicken Sie auf das Foto (oben) oder auf das Firmlogo und Sie sind auf der zla-Records-Originalseite